Aktuelles aus der Welt der Zähne

finden Sie hier interresante Artikel zum Thema Zähne und Zahnpflege

Zahnarzt Koblenz Dr. Bergner

Videosprechstunde über Whatsapp

Aus gegebenen Anlass bietet die Zahnarztpraxis Dr. Andreas Bergner – Praxis für Zahnerhalt – ab sofort eine Videosprechstunde an. Dazu können uns die Patienten under der Nummer 0176 – 55 298 568 erreichen und einen Videochat beginnen. Durch diese Maßnahme möchten wir allen Patienten eine Beratung in geschützter Umgebung ermöglichen und vor Allem diejenigen unterstützen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben und aus Rücksicht ihren Mitmenschen gegenüber zu Hause bleiben. Auch wenn Sie aktuell noch kein Patient bei uns sind – wir lassen sie nicht allein! Rufen Sie uns an, wenn sie eine Beratung brauchen.

Ihr Praxisteam Dr. Andreas Bergner

Zahnarzt Koblenz Dr. Bergner

Diät für die Zähne?

Wer viel Frisches, wie Obst Fruchtsäfte oder mit Essig angemachte Salate verzehrt, lebt eigentlich gesund. Aber: Er hat ein hohes Risiko für Zahnerosionen, denn die in den Lebensmitteln enthaltene Säure greift den Zahnschmez an. Ausgleich schaffen Milch oder Milchprodukte, wie Käse, da das darin enthaltene Kalzium die Mineralverluste im Schmelz wieder ausgleichen kann. Bananen, Trockenfrüchte oder Müsliriegel weisen zwar keine nennenswerten Mengen an Säure auf, sind aber sehr zuckerhaltig und haben eine klebrige Konsistenz, so dass sie im Hinblick auf Karies in Maßen genossen werden sollten.

Dennoch muss der Verbraucher nicht kapitulieren. Es gibt ein paar einfache Tricks, um sich zahngesund zu ernähren. Durst? Lieber Mineralwasser statt Limonade. Hunger zwischendurch? Besser Obst statt Plunderteilchen vom Bäcker, Weniger Zucker und Säuren bedeuten weniger Karies und Zahnerosionen – so einfach geht zahngesundes Essen.

Scharfstoff aus Ingwer mindert Mundgeruch

Zitronensäure und scharfes 6-Gingerol aus Ingwer stimulieren nicht nur die molekularen Abwehrkräfte im menschlichen Speichel. Während 6-Gingerol übelriechende Substanzen abbaut und für frischen Atem und einen besseren Nachgeschmack sorgt, bewirkt Zitronensäure, dass Salziges weniger salzig schmeckt.

6-Gingerol aus Ingwer baut übelriechende schwefelhaltige Verbindungen ab und reduziert dadurch den lang anhaltenden Nachgeschmack vieler Lebensmittel wie zum Beispiel Kaffee. Dagegen erhöht Zitronensäure den Natriumionen­gehalt im Speichel, so dass Salziges weniger salzig wirkt.
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Dass Faktoren wie Alter, Gesundheitszustand, aber auch was jemand isst und trinkt, die Speichelzusammensetzung beeinflussen, ist inzwischen belegt. Über die Effekte einzelner Lebensmittelinhaltsstoffe ist jedoch noch wenig bekannt.

Hintergrund: Speichel

Der menschliche Speichel ist eine komplexe, wässrige Mischung aus unterschiedlichsten Komponenten. Er enthält neben Schleimhaut- und Immunzellen eine Vielzahl von Molekülen, die unterschiedlichste biologische Aufgaben erfüllen. Speichel spielt nicht nur eine wesentliche Rolle bei der Nahrungsaufnahme, sondern ist auch für die Gesunderhaltung der Zähne, des Zahnfleischs und der Mundschleimhaut entscheidend. Zugleich stellt er die erste Bastion gegen von außen eindringende Krankheitserreger dar. Daher sind im Speichel verschiedene, antimikrobiell wirkende Moleküle enthalten, zu denen auch das antibakteriell wirkende Lysozym gehört. Sie sind Teil des angeborenen, molekularen Immunsystems.

Deshalb untersuchte das Team um Studienleiter Prof. Thomas Hofmann, Leiter des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München (TUM), den Einfluss unterschiedlicher Geschmacksstoffe auf die Speichelzusammensetzung des Menschen: Zitronensäure (sauer), der Süßstoff Aspartam (süß), Iso-alpha-Säuren (bitter), der Geschmacksverstärker Natriumglutamat (umami), Kochsalz (salzig), 6-Gingerol (scharf) sowie die im Szechuanpfeffer enthaltenen Substanzen Hydroxy-alpha-Sanshool (kribbelnd) und Hydroxy-beta-Sanshool (betäubend).

Wie das molekulare Abwehrsystem im Speichel aktiviert wird

Wie die Wissenschaftler erstmals nachwiesen, modulieren alle untersuchten Substanzen die Proteinzusammensetzung des Speichels in mehr oder weniger großem Umfang.

Biologische Funktionsanalysen der von der Modulation betroffenen Speichelproteine zeigten zudem, dass die durch Zitronensäure und 6-Gingerol ausgelösten Veränderungen, das molekulare Abwehrsystem im Speichel aktivieren. So steigerte 6-Gingerol die Aktivität eines Enzyms, das das im Speichel gelöste Thiocyanat in Hypothiocyanat umwandelt, wodurch sich die Menge des antimikrobiell und fungizid wirkenden Hypothiocyanats im Speichel in etwa verdreifachte.

6-Gingerol reduziert üblen Nachgeschmack

Anhand der jeweils an vier Frauen und Männern durchgeführten Speichel- und Atemluftanalysen konnten die Forscher damit belegen, dass das Enzym übelriechende schwefelhaltige Verbindungen abbaut. Auf diese Weise ist es in der Lage, den lang anhaltenden Nachgeschmack vieler Lebensmittel wie Kaffee zu vermindern. „Auch unser Atem riecht dadurch besser“, erklärt Studienleiter Hofmann.

Dagegen ließen die durch Zitronensäure ausgelösten Veränderungen die Lysozym-Spiegel im Speichel um das bis zu Zehnfache ansteigen. Wie Untersuchungen an Bakterienkulturen erstmals belegen, reicht diese Erhöhung aus, um das Wachstum von Gram-positiven Bakterien fast komplett zu unterbinden. Lysozym wirkt gegen diese Art der Bakterien, indem es deren Zellwand zerstört.

Zitronensäure verführt zum Nachsalzen

Dieser Effekt sorgt somit dafür, dass Menschen weniger sensitiv auf Kochsalz (NaCl) reagieren, da Na+ für den Salzgeschmack verantwortlich ist. „Enthält der Speichel bereits höhere Konzentrationen an Natriumionen, müssen verkostete Proben einen deutlich höheren Salzgehalt aufweisen, um sie vergleichsweise salzig zu empfinden“, sagt Hofmann. „Unsere neuen Erkenntnisse zeigen, dass geschmacksgebende Stoffe bereits im Mundraum biologische Wirkungen besitzen, die weit über ihre bekannten sensorischen Eigenschaften hinausgehen.“

Diese mit neuesten Analysemethoden weiter zu erforschen, sei eins der Ziele, die sich die Lebensmittel-Systembiologie gesetzt habe, erklärt der Lebensmittelchemiker. Nur so ließen sich auf lange Sicht neue Ansätze für die Produktion von Lebensmitteln finden, deren Inhaltsstoff- und Funktionsprofile an den gesundheitlichen und sensorischen Bedürfnissen der Verbraucher ausgerichtet seien.

Matthias Bader, Andreas Dunkel, Mareike Wenning, Bernd Kohler, Guillaume Medard, Estela del Castillo, Amin Gholami, Bernhard Kuster, Siegfried Scherer and Thomas Hofmann: Dynamic Proteome Alteration and Functional Modulation of Human Saliva Induced by Dietary Chemosensory Stimuli, Journal of Agricultural and Food Chemistry 6/2018. DOI: 10.1021/acs.jafc.8b02092

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Zähneknirschen: Ursache ist oft Stress

Bruxismus Jeder Zweite ist ab und an betroffen – Druck kann bei 600 Kilogramm pro Quadratzentimeter liegen

Von Elena Zelle

Eigentlich sollten die Zähne nur beim Essen aufeinandertreffen. Eigentlich. Doch jeder Zweite knirscht laut Bundeszahnärztekammer (BZÄK) zumindest ab und an,  jeder Fünfte sogar regelmäßig mit den Zähnen. Manche pressen sie nur in der Nacht aufeinander, andere auch am Tag. Mediziner nennen das Bruxismus. Die  Belastung für das Gebiss ist dabei wesentlich höher als beim Kauen: „Der Druck kann bei bis zu 600 Kilogramm pro Quadratzentimeter und mehr liegen“, sagt Prof.  Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der BZÄK. Das schadet – nicht immer nur den Zähnen.
Wer knirscht oder die Zähne aufeinanderpresst, schmirgelt Schneide- und Eckzähne ab und Kauflächen glatt. „Zahnhartsubstanz geht verloren, die Zähne verlieren ihre ursprüngliche Form“, warnt Oesterreich. Die Zähne reagieren dann zum Beispiel schmerzempfindlich auf Wärme oder Kälte. Stücke vom Zahn oder auch Kronen und Füllungen können herausbrechen, ganze Zähne reißen. „In der wissenschaftlichen Literatur wird auch diskutiert, ob durch das Knirschen und Pressen mikrokleine  Strukturen am Zahnhals abplatzen.“ Zu sehen sind dort dann kleine Einkerbungen, die allerdings auch von zu starkem Schrubben beim Zähneputzen stammen  könnten.

Mit zunehmendem Alter nimmt das Knirschen oft ab
Manchmal gibt sich das Knirschen oder Pressen von selbst. „Bei Kindern ist das oft nach wenigen Monaten beim Zahndurchbruch wieder vorbei“, sagt Oesterreich. Auch mit dem Alter nimmt Bruxismus ab. Knirscht jemand über einen längeren Zeitraum, bekommt er in der Regel eine Aufbissschiene aus Kunststoff für die Nacht. Die sogenannte Okklusionsschiene schützt die Zähne, indem sie den Druck, der beim Knirschen und Pressen entsteht, verteilt. Außerdem bewahrt sie die Zähne vor weiterer Abnutzung. Die Schiene wird an das eigene Gebiss angepasst. Trotzdem empfinden sie viele Patienten erst einmal als Fremdkörper, erklärt Dirk Kropp, Geschäftsführer
der Initiative proDente. Nach ein paar Tagen haben sich die meisten aber daran gewöhnt.
Für die Schiene bekommt man eine kleine Box wie für eine Zahnspange, darin kann man sie tagsüber aufbewahren. Gereinigt wird sie einfach mit Zahnbürste und Zahnpasta. Sie wird ja nur nachts getragen – und  normalerweise isst man zu dieser Zeit nichts mehr. Wer nachts knirscht, merkt das oft auch am nächsten Morgen: „Die Kaumuskulatur kann bei 20 bis 30 Prozent der Patienten schmerzen, der Kiefer fühlt sich an wie  eingerostet, und beim Öffnen knackt es etwas“, sagt Oesterreich. Der Schmerz kann auch in den Nacken ziehen, und manche bekommen Kopfschmerzen vor allem im Bereich der Schläfen, ergänzt Michael Preibsch,  stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Verbandes für Physiotherapie. Langfristig sind auch Schwindel und sogar Sehprobleme möglich. Manche Betroffene können ihren Mund kaum mehr öffnen, weil die  Kaumuskulatur so stark verspannt ist. In solchen Fällen sprechen Mediziner von craniomandibulärer Dysfunktion (CMD). Sie kann, muss aber nicht mit Bruxismus einhergehen, sagt Oesterreich.
Speziell geschulte Physiotherapeuten können helfen, die Beschwerden zu lindern. Abhängig von der genauen Diagnose wird die Kaumuskulatur massiert, gedehnt oder bewegt, erklärt Preibsch. Auch die Halswirbelsäule oder  der Übergang zwischen Brust und Halswirbelsäule kann durch das Knirschen in seiner Beweglichkeit eingeschränkt werden. Ein Physiotherapeut wird versuchen, diese Körperteile zu mobilisieren. Aber auch zu Hause können Knirscher etwas gegen den verspannten und schmerzenden Kiefer tun: beispielsweise den Schläfen- und Wangenbereich mit einem feuchten Waschlappen wärmen. „Dann kann man die Kaumuskulatur mit den Daumen mit tiefen, langsamen Bewegungen massieren“, empfiehlt Preibsch. Auch Gähnen hilft – das entspannt die Mundmuskulatur.

Autogenes Training hilft und gibt dem Stress ein Ventil
All das bekämpft jedoch letztlich nur das Symptom – nicht die Ursache. Und die heißt meistens: Stress. „Man beißt sich im wahrsten Sinne des Wortes durch und versucht, dem Stress ein Ventil zu geben“, erklärt Kropp. Um gegenzusteuern, sollten Knirscher versuchen herauszufinden, was genau sie stresst. Dann können sie nach gesünderen Ventilen suchen. Preibsch rät zu autogenem Training oder einer anderen Entspannungstechnik. Manchmal kann aber auch professionelle Hilfe nötig sein.
Wer am Tage knirscht, sollte sich fragen, in welchen Situationen er zubeißt. „Bei Tätigkeiten, die viel Konzentration oder körperliche Anstrengung erfordern, immer mal an die Zähne denken“, empfiehlt Oesterreich. Um sich regelmäßig an Kieferentspannung zu erinnern, helfe es zum Beispiel, einen gelben Zettel in eine Ecke ihres Rechners zu heften. Immer, wenn man mit der Maus darüber fährt, entspannt man einmal ganz bewusst den Kiefer. Preibsch rät zu einer Erinnerung im Handy oder am PC. Betroffene lassen sich einfach jede Stunde eine Nachricht schicken: Lass deinen Kiefer locker.

Zähneknirschen hinterlässt Spuren: Die Zähne werden kürzer, es gibt kein Fissurenrelief mehr, die oberste Schicht wird auf Dauer weggerieben. Helfen kann die    Knirscherschiene aus Kunststoff (unteres Foto). Sie soll den weiteren Abbau von Zahnsubstanz verhindern.

Rhein Zeitung 22.06.2017

So macht Zahnpflege Spaß

Besuch des Zahnarztes Dr. Bergner in der Evangelischen Kita Sonnenschein an der Christuskirche

Am 3. Mai besuchte uns Zahnarzt Herr Dr. Bergner mit seiner Mitarbeiterin in der Kindertagesstätte Sonnenschein zum ersten Mal. Wir waren schon alle gespannt, was er denn mit uns macht.
Nach einer freundlichen Begrüßung packte Herr Dr. Bergner die große Handpuppe „Max Schrubbel“ aus seiner Kiste. Über die Puppe freuten wir uns sehr, und zusammen mit dem großen roten Würfel entschieden wir, welche Lebensmittel zahnfreundlich und zahnschädlich sind.  Herr Dr. Bergner brachte dafür extra große Lebensmittelattrappen mit, die wir auch anfassen konnten. Sie sahen total echt aus, wie zum Beispiel die Früchte und die große Cola-Dose.
Danach erklärte Herr Dr. Bergner und seine Mitarbeiterin uns, wie man nach der neuen Putzmethode KAI-plus die Zähne richtig putzt. Dazu durften wir der Handpuppe „Max Schrubbel“ mit einer großen Zahnbürste die Zähne putzen. Zuerst wurden die Kauflächen, dann die Zahnaußen- und dann die Zahninnenflächen geputzt.
Zum Schluss bekam jeder von uns einen Zahnputzbecher, Zahnbürste und Zahncreme zur Zahnpflege geschenkt. Wir hatten viel Spaß und bedankten uns bei Herrn Dr. Bergner und  seinem Team für die viele Mühe mit einem kräftigen „Putz, Putz“ und sind schon gespannt, was
wir beim nächsten Mal machen.

02.06.2017 Rheinzeitung Koblenz

Professionelle Zahnreinigung - Keine IGeL Leistung

Die Zahnmedizin hat durch eine gesetzlich, geregelte Zuzahlungsregelung einen besonderen Status, darauf verweist die Bundeszahnärztekammerer (BZÄK). Die Professionelle Zahnreinigung (PZR) ist, weil sie Bestandteil medizinisch, notwendiger Präventions- und Therapiemaßnahmen ist, nicht als IGeL-Leistung einstufbar. „Der medizinische Nutzen einer PZR ist gut belegt“, erklärt der Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer, Prof. Dr. Dietmar Oesterreich, „vor allem für Patienten mit Parodontitis und einem hohen Kariesrisiko ist die PZR eine wichtige prophylaktische und therapeutische Behandlung. Sie unterstützt die Maßnahmen zur  vollständigen Beseitigung aller bakteriellen Beläge, Bakterienbeläge lösen Karies und Parodontitis aus.

Viele Kassen bezuschussen die PZR deshalb auf deshalb auf freiwilliger Basis. In Deutschland leiden etwa 50 bis 70 Prozent der erwachsenen Bevölkerung an parodontalen Erkrankungen, die auch in Wechselwirkung mit medizinischen Erkrankungen wie etwa Diabetes stehen. „Daher ist Vorsicht bei Aussagen zur Notwendigkeit einer PZR geboten“, so Oesterreich. Die Bundeszahnärztekammer informiert gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) in einer wissenschaftlich abgesicherten Patienteninformation umfangreich zum Thema PZR.

Hintergrund: Die Professionelle Zahnreinigung wurde Anfang 2012 im Rahmen der Novellierung der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) als medizinisch notwendige Maßnahme aufgenommen. Gesetzliche Krankenversicherungen finanzieren die PZR teilweise im Rahmen von freiwilligen Leistungen. sg/pm

Mehr Infos, welche Krankenkasse die professionelle Zahnreinigung übernehmen, finden Sie hier.

Dreck-Prothese verursacht Pneumonie

Wenn Senioren lieber Ihre Prothese im Mund behalten, anstatt sie im Glas mit einer Reinigungstablette übernachten zu lassen, laufen sie große Gefahr, eine Lungenentzündung zu bekommen und möglicherweise daran auch zu versterben.  Auf diese Tatsache macht Prof. Dr. Peter Eickholz. Frankfurt, in einem Beitrag für die IGZ Die Alternative Nr. 1/2015 aufmerksam. Er erinnert darin an Studien, die bestätigt haben, dass ein Zusammenhang zwischen Mundgesundheit und älteren Menschen besteht,  die sich in ambulanter oder in stationärer Pflege befinden.
Jeder kariöse Zahn erhöhe das Risiko für eine Pneumonie,  gemäß der Studien von Langmore et al., 1998 und Terpenning et al, 2001, um 20 bis 23 Prozent. Ebenso sei erwiesen, dass das Risiko für eine Pneumonie bei Patienten, die noch eine Restbezahnung aufweisen,  im Vergleich zu völlig Zahnlosen mit 70 Prozent anzusetzen ist.  In einer Studie von Majon et al., 1997, sei bestätigt worden, dass Patienten, die an einer Atemwegsinfektion leiden, wesentlich höhere Plaquewerte an ihren Restzähnen aufweisen als Patienten, die nicht an einer Atemwegserkrankung leiden.

Auch Prof. Dr. Frauke Müller, Gerontologin und Prothetikprofessorin aus Genf, weist immer wieder darauf hin, dass Patienten mit herausnehmbaren Teil- oder Totalprothesen diese nachts nicht tragen sollten, um so ihr Sterberisiko drastisch zu senken. sp

Besuch des Patenzahnarztes in der Hortgruppe Kita Vallendar

Hortgruppe Kita Vallendar „Haus für Kinder“
Besuch des Patenzahnarztes

Vallendar. Am Freitag, 13. November, besuchte uns Herr Dr. Bergner in unserer Hortgruppe. Heute kam er ein zweites Mal in unsere Räume auf dem Gelände der Grundschule Vallendar. Er brachte ein Zuckerquiz mit. Wir mussten raten, wie viele Zuckerwürfel in den vor uns stehenden Lebensmitteln enthalten sind. So gab es zum Beispiel Nutella und Ketchup im Glas, und wir mussten anhand verschiedener bereits abgefüllter Zuckerwürfelmengen überlegen, welche am besten zu den Süßigkeiten passen. Dass 36 Würfel in einer Flasche Ketchup mit 300 ml enthalten sind, erstaunte uns schon sehr. Als Schulkinder füllten wir nicht nur die mitgebrachten Fragebögen zu dem Zuckerquiz aus, sondern besprachen auch die Folien zur Kariesentstehung durch Zucker und Bakterien. Uns wurde schnell klar, dass ohne Zähneputzen die Zähne im Nu kaputt sind.

Anhand von Folien zum Zahnaufbau, die wir von Dr. Bergner auch mit nach Hause nehmen durften, besprachen wir, dass im Zahninneren ein Zahnnerv ist. Dieser kann durch ein Loch gereizt werden, und wir bekommen Schmerzen. Damit uns dies nicht passiert, übten wir wieder an dem großen Schaumodell das Zähneputzen. Anschließend färbte Herr Dr. Bergner den Kindern mit elterlichem Einverständnis die Zähne mit Lebensmittelfarbe an. Da wir erst vor Kurzem Mittag aßen, war der Belag schnell rot bis dunkelviolett verfärbt. Mit den mitgebrachten Zahnputzbechern, Zahnbürsten und Zahncreme putzten wir die Zähne dann wieder sauber. Mit einem Hip, Hip Hurra bedankten wir uns bei Herrn Dr. Bergner für die vielen mitzunehmenden Folien und die Mühe. Wir freuen uns schon auf seinen nächsten Besuch.

Heimat Echo Vallendar Nr. 48/2015

Alles, was Recht ist

Kommt in einem Krankenhaus die Zahnprothese eines Patienten beim Umzug in ein anderes Zimmer abhanden, so haftet nicht unbedingt die Klinik für Verlust. Dies entschied das Amtsgericht Hannover. In dem Fall wurde ein 80- Jähriger Patient wegen der ansteckenden Krankheit eines Mitpatienten verlegt. Nach dem Umzug bemerkte der Sohn den Verlust des Zahnersatzes. Die Prothese ließ sich trotz aller Bemühungen nicht wieder auffinden. Die Rechnung für den neuen Zahnersatz sowie Reisekosten für Zahnarzt- und Rechtsanwaltsbesuche machte der 80- Jährige schließlich geltend. Außerdem verlangte er Schmerzensgeld in Höhe von 400 Euro, weil er Monate bis zur Neuanfertigung eines neuen Gebisses überbrücken musste. Der Rentner ging jedoch leer aus. Das Amtsgericht Hannover sah weder eine Organisationspflichtverletzung des Krankenhauses noch eine Verletzung der Obhutspflicht. Der Kläger sei gesundheitlich eigenständig in der Lage gewesen ,sich um seinen Zahnersatz zu kümmern, stellt das Gericht fest. Nur in Notfällen bestehe für Krankenhäuser die Pflicht ,auf besondere Hilfsmittel zu achten.

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